Grimm

The History of German Lexicography

BGJ 7

In the latest issue of Brüder Grimm-Journal (Volume 7, Spring 2015) you may find an article by Ute-Lilly Mohnberg and me dealing with the history of German Lexicography: "160 Jahre Deutsches Wörterbuch - Die Brüder Grimm und die Lexikographie" - as presented in our exhibition "Die Wörtersammler" in the former Museum of the Brothers Grimm in Kassel in 2014. As you may imagine, article and journal are in German. 

The new website of the Association of the Brothers Grimm (made by me) went online last week and the new shop will launch soon aswell, so you may take a look there if you are interested in the Journal. 

New: Grimm exhibition in Castle Steinau

Steinau an der Straße has a new exhibition on life and work of the Brothers Grimm. It is located in Castle Steinau and is made by the Association of the Brothers Grimm. Although there has been kind of a conflict between the host of the new exhibiton (Schlösser und Gärten Hessen) and the historical exhibition house Brüder Grimm-Haus Steinau, I think the both exhibitions complement each other (and, as it stated Curator Dr. Bernhard Lauer: "Es kann nicht genug Grimm in Hessen geben. Das monumentale Lebenswerk der Brüder gibt das her" ("There can not be enough Grimm in Hessia. The monumental life's work of the brothers is big enough for this.") (quote via FR: Steinau - Streit um das Lebenswerk).

I myself was allowed to give the adress of welcome on behalf of the Association of the Brothers Grimm at the Vernissage "Moderne Märchenbilder aus Argentinien" (Modern fairy tale illustrations from Argentina) on August 16th to the General Consul of Argentina, Ines Suarez De Collarte (Frankfurt). Here is the German and the Spanish version:

German

Liebe Freunde der Brüder Grimm!

Ich begrüße Sie alle sehr herzlich zur Eröffnung der Sonderausstellung mit den modernen Märchenbildern dreier argentinischer Künstler hier im Schloß zu Steinau an der Straße.

Von Steinau und Kassel bis nach Buenos Aires ist es sehr weit, aber über E-Mail und Facebook halten wir den Kontakt zwischen Hessen und Argentinien regelmäßig aufrecht. Steinau ist die Brüder Grimm-Stadt mit vielen authentischen Orten zum Leben und Wirken Jacob und Wilhelm Grimms und auch ihres "Malerbruders" Ludwig Emil. Einer unserer Künstler war noch nie in Steinau, war aber in der Lage, sich über das Internet ein Bild der Stadt zu machen und es in seinen Werken zu verarbeiten. Seine ersten Eindrücke hat er dabei schon auf einer argentinischen Facebookseite dargestellt.

Diese von der Brüder Grimm-Gesellschaft organisierte Ausstellung wird noch bis zum 18. Oktober hier in  Steinau zu sehen sein. Die Künstler können heute nicht anwesend sein, haben aber schon damit begonnen, weitere Bilder zu den Brüdern Grimm – auch mit Bezügen zu Steinau – zu schaffen, die sie uns am Ende der Ausstellung selbst hier präsentieren werden.

Ich wünsche der Ausstellung einen guten Erfolg!

Jetzt übergebe ich das Wort an die Generalkonsulin von Argentinien Frau Ines Suarez de Collarte, die aus Frankfurt zu uns gekommen ist, und einige Worte zur Ausstellung aus ihrer Sicht sprechen wird. Danach wird Herr Dr. Bernhard Lauer in die Ausstellung einführen und Ihnen auch die neue Dauerausstellung zu Leben und Werk der Brüder Grimm hier im Schloß erläutern.

Spanish:

Estimados amigos y amigas de los Hermanos Grimm!

Les doy una cordial bienvenida a la inauguración de la exposición especial sobre las ilustraciones modernas de los cuentos de hadas de tres artistas argentinos en el castillo de Steinau an der Straße.

La distancia que existe entre Steinau, Kassel y Buenos Aires es enorme, pero gracias al correoelectronico y a Facebook las distancias se achican, y permiten mantenernos en contacto regularmente. Steinau es la ciudad de los hermanos Grimm y conserva muchos de los lugares auténticos de la vida e obra de Jacob y Guillermo Grimm, y también de su „hermano pintor“ Ludwig Emil.

Uno de los artistas de esta exhibición nunca ha estado en Steinau, pero fue capaz, con la ayuda de internet, de hacerse un imagen de la ciudad, para luego poder recrearla en sus imágenes. Sus primeras ilustraciones fueron presentadas en una pagina de Facebook de Argentina.

La exhibicion de las Sociedad de los Hermanos Grimm tendrá lugar hasta el 18 de Octubre, aquí en Steinau. Lamentablemente los artistas no pueden estar presentes hoy - pero ya han empezado a crear más ilustraciones de los hermanos Grimm – también en relación a Steinau – que luego exhibirán personalmente aquí en el castillo.

Links to the artists websites:

https://www.facebook.com/nicolasmenzaa
https://www.facebook.com/max.pedreira.9

 

 

New: Grimmwelt in Kassel

As a successor of the former Museum of the Brothers Grimm in the Palais Bellevue (which was co-hosted by the Association of the Brothers Grimm), the new Kassel based exhibition house called "Grimmwelt" ("World of Grimm") has opened its gates last week. For myself, I feel a bit sad for the classical museum which was one of the most beautiful museums of literature I was aware of and which I was allowed to work for as a student. But on the other hand, I am glad that the city of Kassel, after a dormant phase reminding on the fairy tale of Sleeping Beauty ("Dornröschenschlaf"), awoke to pay highest tribute to the world famous former inhabitants Jacob Grimm and Wilhelm Grimm. I haven't had the time to visit the exhibition yet  but I certainly do like the walk-on-able building and the way it is embedded in the Kassel Weinberg area.
 

Brüder Grimm-Museum Kassel schließt

Brüder Grimm-Museum im Palais Bellevue

Am Abend des 31. Oktobers schlossen sich die Türen des Kasseler Brüder Grimm-Museums zum letzten Mal. Nun sollen die Exponate des Grimm-Museums gesichtet, aufbereitet und teilweise in die auf dem Weinberg neu errichtete Grimmwelt überführt werden. Nach acht grimmlosen Monaten soll dann im Sommer 2015 die Grimmwelt die Nachfolge antreten.

Ich finde es schade, dass das Brüder Grimm-Museum schließt, denn ich habe mich immer sehr gerne dort aufgehalten: Durch meinen ersten Studentenjob war ich als Museumsaufsicht quasi Teil des Inventars und habe nebenher auch ein wissenschaftliches Interesse an Leben und Wirken der Brüder Grimm entwickelt. Nun bin ich schon seit Jahren Mitglied der Brüder Grimm-Gesellschaft und seit dem 18.10. dieses Jahres Mitglied des wissenschaftlichen Rates der BGG. Im April eröffneten Ute Lilly Mohnberg und ich sogar eine eigene kleine Kabinettausstellung namens "Die Wörtersammler" zur Geschichte der deutschsprachigen Lexikographie.

Daher hätte ich mir auch eine Lösung gewünscht, in der das Grimm-Museum im Palais Bellevue weiterbesteht und durch die Grimmwelt auf dem Weinberg ergänzt wird. Diese soll nun also beides sein: Museum und Erlebniswelt. Ich wünsche ihr, den Verantwortlichen dahinter und dem Thema Grimm in Kassel natürlich alles Gute - aber mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Pressespiegel:
Deutsche Welle: Brüder Grimm-Museum schließt bis 2015
Focus: Museen: Brüder Grimm-Museum schließt - neue Grimmwelt kommt
Welt: Neue Grimmwelt ab Mitte 2015
art: Grimm-Museum Kassel schließt

Preisausschreiben - Grimms Märchen in Kasseler Mundart

Für das aktuelle große Preisausschreiben der Brüder Grimm-Gesellschaft und des Brüder Grimm Museums bin ich seit langem mal wieder literarisch tätig geworden: Das in Kasseler Dialekt verfasste Märchen "De Schdernedahler", das wir als Beispiel an die Preisausschreibung anfügten, stammt von mir. :-) Hier nun die vollständige Pressemitteilung inklusive des Beispieltextes:

Die Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. veranstaltet für das Jahr 2014 aus Anlaß des zweihundertsten Jubiläums des zweiten Bandes der Grimmschen Märchensammlung (auf dem Titelblatt steht zwar „1815“, erschienen ist der Band jedoch schon im Jahr zuvor) mit den wichtigen Beiträgen der „Zwehrener Märchenfrau“ Dorothea Viehmann ein großes Preisausschreiben.

Ein bekanntes oder weniger bekanntes Märchen soll dabei in die Kasseler Mundart übertragen werden, wobei der Einsatz des digitalen Wörterbuchs auf www.nordhessisch.de natürlich erlaubt ist. Die besten Beiträge werden prämiert und in einem Sammelband auch gedruckt. Einsendungen werden bis zum 1. Oktober 2014 erbeten an die Geschäftsstelle der Brüder Grimm-Gesellschaft im Brüder Grimm-Museum, Brüder Grimm-Platz 4, 34117 Kassel. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Vergnügen beim Lesen unseres Beispielmärchens "Sterntaler".

De Schdernedahler

Es war emoh en klemberkleines Mäderchen, dem woren Vadder un Modder geschdorwen, un äß wor so arm, das äß kinne Stitz mehr hodde emme dohdrinne ze wohnen un kinne Spanne mehr emme dohdrinne ze schlofen un derrletzte gar nix mehr als de Klehdahsche uffm Liewe un en Stecke Bleweknistchen inne Pohde, das emme en middleidiges Herz geschenked hodde. Äß war aber guhd un fromm. Un weil äß so vun aller Weld verlassen war gungk äß im Verdruen uffn liewen Godd nus uffs Feld. Doh draf äß uff en armen Kerle, un hä schbrooch „Ach, diesde meh wos ze schnawelieren gewen, ich honn so ´nen Gramfahmen.“ Doh reichde äß emme das ganse Stecke Brod un schbrooch: „Godd segnes däh.“ und gungk widder. Doh kom en Wanst das quärrte und schbrooch: „Es rasbelt mäh so an minnem Kobbe, schenk mäh was, das ich mäh emmeduhn kann.“ Doh dahd äß sinne Spitzbetzel ab un gabb se emme. Un als äß no allszus schnurschdracks widder gegangen war, kohm en Wanst un hodde kinn Libbchen emmegedahn und rasbelte. Doh gabb äß emme sinns: un noch widder, doh frogte en Wanst um en Klefdchen, das gabb äß au vun sich hinne. Derrletzt kimmete äß in enen Wald, un es war schon dunggel, doh kom en Wanst un frogte noh en Hemmed un das fromme Mäderchen simmelierte „es is dunggle Nachd, doh schelcht dä kinner, dä konnste ruhich dinn Hemmed weggewen“ und zoch das Hemmed ab und gab es au no hinne. Un wie äß so stand un gar nix mehr hodde, bludschden uff eimo die Schderne vom Himmel, un waren ludder blanke Dahler: un ob äß glei au sin Hemmed weg gegewen hodde, so hodde äß en neies emmegedahn un das war vum allerfinnsten Linnen. Doh sammelde äß de Dahler ninn un war richche vor sinn Lewedahch.

(c) Daniel Stein 2014

Artikel: Mundart im Netz

Kürzlich erschien übrigens die neuste Ausgabe (Sechstes Heft, Frühjahr 2014) des Brüder Grimm-Journals. Diesmal mit einem Artikel von mir zum Digitalen Wörterbuch der Kasseler Mundart mit dem Titel "Mä honn's, mä kunn's - Mundart im Netz" auf den Seiten 32-33. Neben einem Abriss über die Geschichte des Wörterbuchs der Kasseler Mundart von August Grassow und Paul Heidelbach gibt es natürlich einen Fokus auf die Brüder Grimm und ihre Beschäftigung mit den nordhessischen Mundarten:

Beim Wörterbuch der Kasseler Mundart handelt es sich also nicht nur um ein (historisches) Dialektwörterbuch und damit um ein Stück Kasseler Kulturgeschichte und einen Teil des kulturellen Gedächtnisses der Stadt – sondern auch um eine Zeitzeugenbeschreibung aus dem Alltag im Kassel der Brüder Grimm und ihrer Märchenbeiträger aus den 20er bis 50er Jahren des 19. Jahrhunderts. Die Brüder Grimm verlebten – so steht es in Jacob Grimms „Selbstbiographie“ – bekanntlich die "ruhigste, arbeitsamste und vielleicht auch die fruchtbarste Zeit“ in Kassel. Dabei kamen sie natürlich auch mit dem Kasseler Dialekt in Berührung, obwohl beide – nach dem Zeugnis von Zeitgenossen – ziemlich deutlich mit dem südhessischen Akzent der Main- und Kinziggegend sprachen.

Insbesondere möchte ich auf ein Preisausschreiben hinweisen, dass im Umfeld des Artikels angekündigt wird:

Die Brüder Grimm-Gesellschaft e.V. veranstaltet für das Jahr 2014 aus Anlass des zweihundertsten Jubiläums des zweiten Bandes der Grimmschen Märchensammlung (Titelaufdruck allerdings „1815“) mit den wichtigen Beiträgen der „Zwehrener Märchenfrau“ Dorothea Viehmann ein großes Preisausschreiben. Ein bekanntes oder weniger bekanntes Märchen soll dabei in die Kasseler Mundart übertragen werden, der Einsatz des digitalen Wörterbuchs der Kasseler Mundart auf www.nordhessisch.de ist natürlich erlaubt. Die besten Beiträge werden prämiert und natürlich in einem Sammelband auch gedruckt. Einsendungen werden bis zum 1. Oktober 2014 erbeten an die Brüder Grimm-Gesellschaft e.V., Brüder Grimm-Platz 4, 34117 Kassel. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eröffnung Wörtersammler

Die Eröffnung der Wörtersammler war ein voller Erfolg. Etwa 70 Besucher ließen sich von uns auf eine Reise durch die Geschichte der deutschen Lexikographie mitnehmen. Nach sehr freundlichen begrüßenden Worten durch den Vorsitzenden der Brüder Grimm-Gesellschaft, Dr. Werner Neusel, und den Leiter des Brüder Grimm-Museums, Dr. Bernhard Lauer, begann wir mit unseren Vorträgen. Zuerst eröffnete ich mit einem Überblick über die Geschichte und die aktuellen Fragestellungen der Lexikographie. Danach berichtete meine Mit-Kuratorin Ute Lilly Mohnberg ausführlicher vom Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm und dessen zeitgeschichtlichen Kontext. Im Anschluss führen wir die Besucher kurz durch die Ausstellung und beantworteten noch offene Fragen. Herzlichen Dank an alle Besucher! Die Ausstellung geht vom 27. April bis zu 22. Juni und befindet sich im Bibliothekssaal im Brüder Grimm-Museum in Kassel (Palais Bellevue, Schöne Aussicht 2). Lokalo24: Grimm-Museum startet mit "Wörtersammlern" neues Programm (Foto: Harry Soremski) v.l. Dr. Werner Neusel, Ute Lilly Mohnberg, ich, Dr. Bernhard Lauer Eröffnung

Ausstellung: Die Wörtersammler - Die Brüder Grimm und die Geschichte der Lexikographie

Endlich ist die offizielle Seite zur Ausstellung "Die Wörtersammler - Die Brüder Grimm und die Geschichte der Lexikographie" online gegangen.

160 Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes des Grimmschen Wörterbuches widmet sich das Brüder Grimm-Museum Kassel mit einer von mir und Ute Lilly Mohnberg konzipierten Kabinettausstellung dem „Deutschen Wörterbuch“ der Brüder Grimm im Kontext der Geschichte der Lexikographie. Wir präsentieren in der Ausstellung die Erstausgaben zahlreicher wichtiger Wörterbücher vor und neben den Brüdern Grimm vom 15. bis ins 21. Jahrhundert. Neben rein sprachwissenschaftlichen Aspekten wird auch die Rolle der Wörterbücher als Spiegelbild gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen dargestellt.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung ist am 27. April 2014 um 11:30 im historischen Palais Bellevue in dem sich jetzt noch das Brüder Grimm-Museum Kassel befindet. Ute Lilly Mohnberg und ich werden auch eine kleine Führung durch die Ausstellung anbieten und vorher jeweils einen Vortrag zu einem passenden Thema halten.

Besonders hinweisen möchte ich noch auf den interaktiven Zeitstrahl zur Geschichte der deutschsprachigen Lexikographie, den wir auf der Seite der Wörtersammler eingebaut haben - meines Wissens nach gibt es derzeit nichts Vergleichbares im Internet.

Das Deutsche Wörterbuch gibt es auch online.

Hier noch die Einladung zur Eröffnung und das offizielle Plakat.

Grimm und DWDS

Nicht mehr im klassischen Sinne taufrisch:

Im März 2013 schrieb der Germanist Alan Kirkness einen Artikel über das Grimmsche Wörterbuch und das DWDS für die Welt:

Und wenn sie nicht gestorben sind, diese großen Wörterbücher, dann leben sie noch heute.

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