Philosophy

AI and Liberalism

I stumpled upon a German languge article in the NZZ by Slavoj Žižek that deals with the topics of liberalism, humanism and digitalization. It is declared as a translation but I didn't find the source, so I can only provide you with the German text. While searching for the translation I found a greater number of text by the slowenian philosopher dealing with similar topics, so I guess this is more of a general reading recommendation. 

Eben weil die Maschine, die uns liest, als mechanischer Algorithmus blind und bewusstseinslos ist, kann sie Entscheidungen treffen, die nicht nur der äusseren Wirklichkeit angemessener sind als unsere eigenen Entscheidungen. Sie sind es vor allem auch in Bezug auf unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Die Maschine kann alle Widersprüche eruieren, Inkohärenzen messen und mit ihnen auf weitaus rationalere Weise umgehen, als unser fiktives Selbst dies vermag.

NZZ: Digitalisierung und künstliche Intelligenz: Das Ende der Menschlichkeit

Image: Zizek in Liverpool By Original photographer: Andy Miah , cropped by User:Michalis Famelis

Planckton: Daten und Phänomene

Immer stärker wird damit Wissenschaft zur „E-Science“: Daten werden archiviert und digital öffentlich verfügbar gemacht, um eine Weiterverwertung von Daten zu ermöglichen.

Der Artikel im FAZ Wissenschafts-Blog Planckton stellt sehr schön dar, wie rasant die Zahl der Daten die wir produzieren und analysieren steigt - und wie wenig klar bisher ist, was "Daten" eigentlich sind bzw. sein sollten.

Planckton: Der Datenmythos

FAZ: Der Platz der Wissenschaftsphilosophie (2013)

Das dahinter stehende Bild einer überzeitlichen, prinzipiell einheitlichen Wissenschaft, repräsentiert in der Physik als Leitwissenschaft, wurde in den 60er Jahren grundlegend erschüttert.

Der Artikel ist vom 22. März und behandelt die Frage, inwieweit sich Philosophie und Wissenschaft am Beispiel der Naturwissenschaften ergänzen und befruchten können.

Ausstellung: Zettelkästen

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat am 4. März eine Ausstellung mit dem Titel "Zettelkästen. Maschinen der Phantasie" eröffnet. In der Ankündigung heißt es:

»Hier fuhr aus den aufgezognen Schleusen des Herzens ein reißender Strom von Blut unter das Räder- und Mühlenwerk seiner Ideen hinein, und die ganze geistige Maschine klapperte, rauschte, stäubte und klingelte –.« Schreiben macht, zumindest in Jean Pauls Siebenkäs, einen Höllenlärm. Der Zettelkasten ist die leibgewordene und vordigitale Variante dieser Phantasiemaschine: Lesefrüchte und Schreibeinfälle werden hier gesammelt und einsortiert, vernetzt und verschachtelt und – durch Glücksaufschläge, Buchstaben- oder Zahlencodes – immer wieder in neue Zusammenhänge gebracht: ›Es‹ denkt und schreibt.

Auf FAZ.NET gibt es heute einen gelungenen Artikel zur Ausstellung und generell zum Thema: Zettelkästen - Alles und noch viel mehr: Die gelehrte Registratur

Kontrollverlust und Big Data

Der Kontrollverlust, so wie ich ihn definiere, ist die generelle Unabsehbarkeit von Informationen, die aus Daten gewonnen werden können. Er schließt ein, dass ich 1. nicht mehr wissen kann, welche Daten erhoben werden, 2. welche Wege sie gehen, bzw. welche Kopien von ihnen angefertigt werden und 3. und wichtigstens, ich nicht wissen kann, wie diese Daten, verknüpft mit anderen Daten, welche Aussagen zulassen.

ctrl+verlust: Gretchenfrage Big Data

FAZ: Musik und Mathe, Politik und Internet

Sehr lesenswerter Artikel über Johnny Königs Schlagzeugvertonte Version von Edmund Stoibers "10 Minuten" Rede.

Noch mal zum Beispiel aus dem Wohltemperierten Klavier. Wenn man es zusammenbringt mit Fouriers Entdeckung, wird einem klar, was für ein jeweils unfassbar komplexes Gebilde diese nur fünfstimmigen Akkorde sind. Und man versteht besser, warum sie zwar nicht mit Worten, aber mit Noten beschrieben werden können. Aber ist nicht auch das wunderbar oder wenigstens verwunderlich, dass wir diese Komplexität fühlen können?

FAZ Stoiber, Musik, Politik: On Drums